Mullerthal Trail

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OFFIZIELLE EINWEIHUNG DER HERINGER MILLEN

09.10.2009. Am 02. Oktober 2009 fand die offizielle Einweihung der Heringer Millen in der Ortschaft Müllerthal im Beisein von den Ministerinnen Françoise Hetto-Gaasch (Tourismus) und Octavie Modert (Kultur) sowie dem Minister Nicolas Schmit (Arbeit) statt. Seit der formalen Schlüsselübergabe am 19. Mai 2009 an Robi Baden vom Syndicat d’ Initiative Waldbillig kann man sich in der Heringer Millen über das Wanderangebot in der Region Müllerthal – Kleine Luxemburger Schweiz sowie andere touristische Angebote der Region und des Landes informieren. Der Besucher findet in der komplett renovierten Mühle Wanderkarten, Unterkunftsverzeichnisse und Tourentipps für Wanderungen. Zudem ist das Best of Wandern-Testcenter für Wanderausrüstung in dem Infozentrum untergebracht: Hier können sich Wanderer kostenlos Wanderausrüstung (Schuhe, Jacken, Stöcke etc.) ausleihen. Ein weiterer Service für die Besucher ist der Verkauf regionaler Produkte wie z. B. des Cassero (Johannisbeerlikör), der im Beauforter Schloss produziert wird. Weitere Produkte, die angeboten werden, sind der Viez, Liköre und Marmelade. Die Heringer Millen ist aber nicht nur ein touristisches Infozentrum sondern auch ein kleines Mühlenmuseum, wo sich die Besucher über das frühere Mühlenhandwerk informieren können. Alte Mühlengeräte wie Mühlenrad (Durchmesser: 3m50), Mühlensteine, Bütte und Aspirateur gehören zu den Ausstellungsstücken. Im Keller des Gebäudes hat man dank einer Glaswand einen besonderen Blick auf das große Mühlenrad. Im oberen Teil des Gebäudes steht ein geräumiger Seminar und Veranstaltungsraum zur Verfügung. Backkurse für Kinder und Erwachsene findet in der Backstube statt, wo sich der alte Holzofen befindet. Der alte Holzofen wird auch noch zum Backen von Brot und anderen Köstlichkeiten benutzt. Seit der Einweihung stehen die Türen der renovierten Mühle den Besuchern von Montag bis Freitag sowie am Sonntag von 10:00 – 16:00 Uhr offen. Seit dem 29. August hat in einem neuen Gebäudeteil der Mühle eine Brasserie mit regionaler Küche eröffnet. Neben einer Vielfalt von Kalt- und Heißgetränken werden aber vor allem Backwaren aus dem Holzofen angeboten, wie z.B. Quiche Lorraine oder auch selbstgebackenes Brot und Torten. Die Geschichte der Renovierung der Mühle begann im Jahre 1988 als die Gemeinde Waldbillig die Mühle und das dazugehörige Grundstück kaufte. Über Jahre stand das Gebäude leer, da andere Projekte Vorrang hatten. Zwischen 2007 und 2009 wurde die Mühle renoviert. Für die Renovierung benutzte man nur Holz, das hier aus der Gegend stammte. Viele verschiedene Geräte sind in der Mühle ausgestellt und erklären den Mehlvorgang. Das Gebäude musste entkernt werden und als erstes begann man mit der Renovierung des Daches. Der Architekt Marcel Niederweis gab dem Gebäude ein neues Aussehen. Bei der Renovierung fand man anhand der Baumaterialien heraus, dass das Gebäude nicht immer so war, wie zum Schluss, es wurden immer Teile dazu gebaut. Zum geschichtlichen Teil der Mühle wurde der erste Müller „Johann, der Heringer Müller“ 1624 zum ersten Mal in einer Zählung genannt. Bis nach dem Ersten Weltkrieg wurde Brotmehl und Schrotmehl gemahlen und in den Jahren 1944-1945 wurde die Mühle von deutschen und amerikanischen Soldaten besetzt. Der letzte Müller „Wilhelm Berg“ starb im Jahre 1978. Die Mühle wird nicht vom Wasser der „Schwarzen Ernz“ angetrieben sondern vom „Waldbilliger Bach“. Weitere Informationen gibt es unter der Telefonnummer: +352 – 87 89 88


Europäischer Landwirtschaftsfond für die Entwicklung des ländlichen Raumes: Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete.